„Natürlich wollen wir in die Kreisliga !“

DONAU-POST, FREITAG, 9. JUNI 2017

„Natürlich wollen wir in die Kreisliga !“
TSV-Trainer Walter Luttner spricht mit unserer Zeitung über die neue Saison, über seine Ziele und über die vielen Rückkehrer, darunter die Eigengewächse Stefan Glöckl und Fabian Zinner

Die beiden Bezirksliga-Rückkehrer Fabian Zinner (linkes Bild, Mitte) und Stefan Glöckl (rechtes Bild) werden den TSV Wörth in der neuen Saison verstärken.


TSV-Trainer Walter Luttner: „Ein Aufstieg ist nicht planbar.“ (Fotos: Schmautz)

Wörth. (mas) Der TSV Wörth spielt seit fünf Jahren in der Kreisklasse eins. Die Rückkehr in die Kreisliga ist in der neuen Saison das Ziel. In der Saison 2014/15 hatte Wörth Pech gehabt, als man beim letzten Saisonspiel in Tegernheim kurz vor Schluss das 1:2 kassierte. Durch dieses Tor fiel man in der 89. Spielminute vom ersten auf den dritten Rang zurück.
In der gerade zu Ende gegangenen Spielrunde wurde der TSV Vierter. Zur neuen Saison kehren mit Stefan Glöckl und Fabian Zinner zwei Eigengewächse vom Bezirksligisten Oberndorf zum TSV zurück. Trainer Walter Luttner stellte sich unseren Fragen.Donau-Post: Herr Luttner, wie lautet das Ziel für die kommende Saison ?Walter Luttner: Natürlich wollen wir wieder in die Kreisliga zurück. Warum sollte ich jetzt sagen, dass Rang drei unser Ziel sei ? Wir haben eine gute Mannschaft und sind in den letzten Jahren immer wieder an Kleinigkeiten gescheitert. Andere Teams rüsteten mit namhaften Spielern auf, wohingegen wir immer wieder Leistungsträger verloren haben. Vor zwei Jahren verließ uns Fabian Zinner. Letzte Saison war es Stefan Glöckl. Beide haben bewiesen, dass sie auch in der Bezirksliga mithalten können. Wir freuen uns natürlich sehr darauf, dass wir nun zwei gestandene Bezirksliga-Kicker wieder in unseren Reihen begrüßen dürfen. Ich stand mit beiden jederzeit in Kontakt und konnte sie nun zu einer Rückkehr bewegen. Wichtig ist mir auch, dass der Zusammenhalt noch mehr gestärkt wird. Ein Aufstieg ist nicht planbar. Eine Saison ist lang, es kann viel passieren. Dennoch werden wir alles daran setzen, um es endlich zu packen. Die Mannschaft ist gereift, hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Wir glauben an uns und gehen optimistisch an die Saison 2017/18 heran.Wer kommt sonst noch ? Wer steht nicht mehr zur Verfügung?Mit Jakob Brau stößt ein Spieler aus der eigenen A-Jugend zum Kader, der bereits bei Burgweinting BOL-Erfahrung im U 17-Bereich sammeln konnte. Zudem kehrt mit Moritz von Lieven ein weiteres Eigengewächs vom SV Burgweinting zu uns zurück. Moritz dürfte zwar noch ein Jahr A-Jugend spielen, will sich aber im Herrenbereich beweisen. Diese Möglichkeit gebe ich ihm gerne. Ferner rückt aus dem Jugendbereich Maximilian Rottmeier nach. Er spielte aber vorige Saison auch schon im Herrenbereich. Aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen werden Tobias Meier und Christopher Kreuzer. Und in Richtung Kirchroth verlassen wird uns Matthias Vilsmeier. Natürlich wünschen wir ihm sportlich in der Bezirksliga alles Gute. Er weiß aber auch, dass die Tür für ihn immer offenbleiben wird. Das war auch bei Fabian Zinner oder Stefan Glöckl der Fall. Im Prinzip können wir noch zwei weitere Neuzugänge begrüßen: Frederik Mahren und Lukas Saradeth kehren nach längeren Auslandsaufenthalten zur neuen Saison zurück und stehen wieder voll zur Verfügung.Ärgert es Sie, dass es in der Vorsaison mit dem Aufstieg wieder nicht geklappt hat ?Trotz eines Rückstandes gingen wir nach der Winterpause topmotiviert an den Trainingsbetrieb heran. Und das mit Erfolg. Zum Start in die Restrückrunde holten wir nach zwei Siegen direkt vor der Winterpause weitere sechs Dreier in Folge. Allerdings punkteten auch die Teams aus Köfering und Oberisling weiterhin konstant. Somit schieden wir nach einer unnötigen Niederlage in Peising am viertletzten Spieltag aus dem Aufstiegsrennen aus. Dennoch bin ich stolz auf die Mannschaft, denn sie hat alles gegeben. Wir wussten, dass wir uns in der Restrückrunde keine Ausrutscher erlauben dürfen. Der Druck des Immer-Gewinnen-Müssens war immens hoch. Dennoch hat meine Mannschaft dem Druck standgehalten und eilte von Sieg zu Sieg. Und man muss ganz klar sagen: Die Konkurrenz hat ebenfalls regelmäßig gewonnen. Und somit haben sich Köfering die Meisterschaft und Oberisling die Vizemeisterschaft redlich verdient.Welche Ziele verfolgt die zweite Mannschaft ?Der Abstieg war bitter. Dass uns die Punkte gegen Bach II abgezogen wurden, war verständlich, da wir nicht spielberechtigte Akteure aus dem Kader der Ersten eingesetzt haben. Allerdings war der zusätzliche Drei-Punkte-Abzug kurz vor dem letzten Saisonspiel schon etwas zu hart. Wir konnten nicht mehr reagieren und mussten absteigen. Mit aller Macht wollen wir den direkten Wiederaufstieg packen. Aus den Reihen der Zweiten beendeten Harald Rauscher und Tommy Mauch ihre Karrieren. Derzeit sind wir auf der Suche nach einem Trainer für die Zweite.Sollte es mit dem Aufstieg wieder nichts werden, hören Sie dann auf als Trainer beim TSV ?Ich mache den Job nun seit dreieinhalb Jahren mit viel Freude. In der neuen Saison werde ich noch mehr darauf Wert legen, dass die erste und zweite Mannschaft enger zusammenwachsen. Es hilft nichts, wenn die Zweite mehr oder weniger ohne Training als bessere Stammtisch-Mannschaft antritt. Ferner will ich von beiden Teams vernünftigen Fußball sehen. Das Potenzial ist da. Die Spieler müssen nur Wollen und es abrufen. Dazu gehört auch regelmäßiges Training. Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, wie es im Sommer 2018 mit mir weitergehen wird. Und dafür ist es auch viel zu früh. Wir freuen uns nun erst einmal auf die kommende Saison, die wir hoffentlich erfolgreich bestreiten können. Sehr am Herzen würde mir allerdings liegen, dass wir Simon Fuchs, der im Jugendbereich des TSV Kareth-Lappersdorf spielt, wieder zu seinem Heimatverein zurückholen werden. Egal, wer dann Trainer ist.