Dynamisch, dreckig, wild
Beim Cyclo-Cross-Rennen am Sonntag gehen deutsche und internationale Topathleten an den Start. Das Gschwelltal wird zum Offroad-Mekka für Breiten- und Spitzensportler.
An diesem Sonntag findet die vierte Auflage des Cross-Events im Gschwelltal statt. Für Spitzen-, Breiten- und Nachwuchssportler ist einiges geboten; Lauf- und Radsportler aller Altersklassen kommen auf ihre Kosten.
Das neue Konzept mit Trail-Lauf, Kinder-Cross-Lauf, Mountainbike- Nachwuchscup und Cyclo-Cross-Rennen verschafft dem Ausrichter TSV Wörth einen Anmelderekord. Die Zuschauer können sich bei den Elite-Rennen der Frauen und Männer auf internationale Spitzensportler freuen.
Die Vorbereitungen gingen zügig vonstatten. „Ein Lob an das Aufbau-Team. In nur zwei Tagen haben wir die Strecke aufgebaut, eine klasse Leistung. Auch die Parkplätze sind ausgewiesen. Das Cross-Event kann kommen, wir sind bereit“, freut sich der Radsport-Abteilungsleiter und Hauptverantwortliche Joachim Hertkorn. Der TSV wird so viele Teilnehmer wie noch nie zu den Wettkämpfen begrüßen. „Wir haben bereits 387 Anmeldungen. Das ist Rekord. Wenn man bedenkt, dass am Wettkampftag erfahrungsgemäß noch zehn Prozent Nachmeldungen zu erwarten sind, gehen beim Cross-Event erstmals über 400 Sportler an den Start“, freut sich Vorsitzender Markus Weinzierl.
Auch für Essen und Trinken ist gesorgt. „Es beteiligen sich noch mehr TSV-Abteilungen als bisher“, freut sich Weinzierl, der zusammen mit Matthias Groß für den Gastronomieteil der Veranstaltung zuständig ist. Die Judo-Abteilung kümmert sich um die Parkplatzeinweisung, die Abteilungen Fußball, Floorball, Tennis, Turnen und Badminton versorgen die sicher wieder mehr als 1.000 Besucher mit kulinarischen Schmankerln. Es gibt Gegrilltes, Leberkäse, Käsespätzle, Burger sowie Kaffee, Waffeln und Kuchen. Etwa 70 TSV-ler sind ehrenamtlich als Helfer eingebunden. Vor Ort sind natürlich auch die Feuerwehr Wörth und das Sanitätsteam der DLRG.
Der erste Start erfolgt um 8.45 Uhr, der letzte um 15.45 Uhr. Im Vorjahr richtete der TSV ein Bundesliga-Rennen aus. „Der Bund Deutscher Radfahrer war sehr zufrieden mit uns. Wir hätten auch diesmal ein Bundesliga-Rennen ausrichten können. Allerdings haben wir darauf verzichtet, da wir den Zeitplan nicht selbst hätten bestimmen können. Und unser Konzept lautet: Aus der Region, für die Region. Aber auch so kommen wieder deutsche und internationale Spitzenfahrer wie der Pole Marek Konwa oder die Südtirolerin Jana Pallweber zu uns ins Gschwelltal-Stadion“, freut sich Hertkorn.
Spitzensportler aus Polen und Südtirol
Die internationalen Spitzenfahrer werden sicher viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Marek Konwa (36) ist Olympiateilnehmer (Rang 16 im Jahr 2012), U23-Vizeweltmeister im Mountainbike und 13-facher polnischer Cyclo-Cross-Meister. Der Pole gewann das erste Cyclo-Cross-Rennen im Gschwelltal 2023. Die Südtirolerin Jana Pallweber (22) war italienische Junioren-Vizemeisterin 2022 im Shorttrack und belegte den sechsten Platz bei den italienischen U23-Meisterschaften im Cross-Country 2026. Beim Cross Event im Gschwelltal 2024 wurde sie Zweite.
Auch so mancher Lokalmatador ist am Start. Zum Beispiel Roman Woda (Masters 2, 8.45 Uhr), Luca Gregorati und Max Leifeld (Elite Herren, 15.45 Uhr) und Johanna Schönberger (Elite Damen, 14.45 Uhr). Zudem will Oliver Brosi seinen Titel als Landkreismeister ab 13.50 Uhr verteidigen. „Oli ist gut drauf, aber die Konkurrenz ist groß. Und anderem muss er sich gegen Oscar Uhlig, den Bruder von Rad-Profi Henri Uhlig, durchsetzen“, blickt Hertkorn voraus.
Hertkorn und Weinzierl freut gleichermaßen, dass man auch TSV- intern einen Anmelderekord zu verzeichnen hat. 91 Sportler aus den eigenen Reihen des TSV Wörth gehen an den Start. Die Vorfreude ist groß. Gut angenommen wird der neue „Trail-Lauf im Paradies“. Es gibt drei Strecken: 3.700 Meter mit 60 Höhenmetern, 4.400 Meter mit 90 Höhenmetern und 8000 Meter mit 170 Höhenmetern. Beim Kinder Cross-Lauf über 1.200 Meter stehen 120, bei den Erwachsenen 100 Läufer an der Startlinie. Nicht nur im Cyclo-Cross, sondern auch beim Trail-Lauf werden auf der Acht-Kilometer-Distanz die Landkreismeister gekürt.
Es ist angerichtet im Gschwelltal. Am Sonntag wird es dreckig, dynamisch, zuschauernah, paradiesisch und lecker.





