„Wir ha­ben es selbst in der Hand“

Weg­wei­sen­des Jahr 2018: Was sich die Sport­ler des TSV Wörth wün­schen und vor­neh­men

Peter Kreutner ballt die Siegerfaust, Philipp Jann freut sich mit. Im Mai wollen die TSV-Fußballer den Wiederaufstieg in die Kreisliga festzurren. (Foto: Schmautz)

Elli Piendl

Lydia Fischer

Armin Lorenz

Stephan Röhrl

Michael Mauerer

Karl Geier
Ein ereignisreiches Sportjahr steht an. Vom 9. bis 25. Februar werden in Südkorea die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Im Juni und Juli möchte die deutsche Fußballnationalmannschaft in Russland den WM-Titel verteidigen.Ziele gesteckt haben sich aber nicht nur die professionellen Sportler, sondern auch die Sportler im Amateurbereich – unter anderem in den Reihen des TSV 1873 Wörth. Einige davon haben wir befragt.Vor einigen Jahren befand sich die Tennisabteilung in puncto Nachwuchs in einem tiefen Tal. Dann übernahm Elli Piendl den Posten des Jugendwarts und hauchte der Nachwuchsarbeit wieder Leben ein. „Unser Ziel ist es, im Jahr 2018 neben der U16 und der U14 auch eine U10 melden zu können. Es sieht gut aus“, sagt sie. Vorige Saison waren sogar zwei U16-Teams im Spielbetrieb. Die U16 I errang den Meistertitel in ihrer Bezirksklasse und qualifizierte sich für die nordbayerischen Meisterschaften. Die U16 II ging in der anderen Bezirksklasse an den Start und wurde Zweiter. Vor Kurzem fanden in der Abteilung Neuwahlen statt. Franz Söldenwagner übernahm den Posten des Abteilungsleiters von Urgestein Ekkehard Hollschwandner, Patrick Seebauer wurde zum Sportwart gewählt. „Patrick spielt in der Herrenmannschaft. Er war einer der ersten Spieler bei unserem Neuanfang. Viel Arbeit liegt hinter uns, viel Arbeit vor uns.“ Piendls Dank gilt auch Andreas Diewald, einem professionellen Trainer, der seit vielen Jahren beim TSV mit Erfolg am Werk ist. Aktuell kümmert er sich ums Hallentraining. Die neue Saison wird Anfang Mai mit einem großen Schleiferlturnier eröffnet.Seit 1991 kümmert sich Lydia Fischer hauptverantwortlich um die Geschicke der Turnerinnen des TSV Wörth. Der Höhepunkt des vergangenen Jahres war das Deutsche Turnfest in Berlin, das nur alle vier Jahre stattfindet. Die Turnerinnen waren eine ganze Woche in der Hauptstadt. „Aktuell haben wir 60 Aktive im Trainingsbetrieb. Die Jüngste ist fünf, die Älteste 26“, sagt Fischer. Im Training unterstützt wird sie von Christina Berger, Julia Wolf und Beate Lorenz. Kerstin Leukam kümmert sich um den Teilbereich Schwimmen, Tobias Thelen und Dr. Ulla Eicher um die Ausbildung der Singgruppen.Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehmen teilweise eine beachtliche Anfahrtsstrecke auf sich. Sie kommen unter anderem aus Rettenbach, Pfatter, Wiesenfelden oder sogar aus Aufhausen. Im Jahr 2018 freut man sich auf die Turnjugendtreffen und auf das bayerische Turnfest. „Dort wollen wir wieder möglichst erfolgreich sein. Vor allem mit unseren Jüngsten konnten wir des Öfteren erste und zweite Plätze erringen.“ Alle sind mit Feuereifer bei der Sache: „Es gilt, persönliche Bestleistungen anzupeilen und sich gegen die namhafte Konkurrenz, so gut es eben geht, zu behaupten. Das Wichtigste ist es allerdings, verletzungsfrei zu bleiben.“ Im Jahr 1991 übergab Renate Fuchs mit dem Satz „25 Jahre sind genug“ ihr Traineramt unter anderem an Lydia Fischer. Diese geht nun bereits ins 27. Jahr, denkt aber noch lange nicht ans Aufhören.Die Herrenfußballer mussten im Jahr 2012 den Abstieg in die Kreisklasse hinnehmen. Zudem stieg die Zweite vorige Saison in die B-Klasse ab. Nach fünf erfolglosen Anläufen in puncto Kreisliga-Rückkehr überwintert die Erste nun als Tabellenführer, die Zweite rangiert auf Rang zwei. Abteilungsleiter Armin Lorenz: „Unser Ziel ist es, mit beiden Mannschaften wieder eine Liga höher zu gehen, also den Doppel-Aufstieg anzustreben.“Die Zweite wird wohl den Weg über die Relegation gehen müssen, da Illkofen bereits zu weit entfernt ist. Viel Wert legt Lorenz auf die Vorbereitung, um einen guten Start hinlegen zu können.Die Erste hat aktuell zwei Zähler Vorsprung auf den Zweiten, aber noch drei Nachholspiele in der Hinterhand. „Wir haben alles selbst in der Hand.“ Vor wenigen Wochen fanden Neuwahlen statt. „Weiterhin sind wir gut aufgestellt, zudem stehen uns die ausgeschiedenen Mitglieder der Abteilungsleitung, Werner Fink oder Manfred Feldmann, weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.“ Somit ist Armin Lorenz nicht bange vor der Zukunft. Im Kader der Herren-Teams wird sich nichts ändern. Die Langzeitverletzten Fabian Zinner und Dominik Fischer kehren endlich zurück.Seit vielen Jahren ist Franz Luttner Trainer und Leiter der Judo-Abteilung des TSV. Aktuell kümmert er sich mit Bernd Dorrmann um die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Im Bereich der Erwachsenen wurde an Ostern 2017 eine Neubelebung gestartet. „Wir begannen mit vier Leuten, konnten den Kreis im Laufe der Zeit auf aktuell 16 Sportler erweitern. Jeden Donnerstag ist ab halb acht Training. Interessierte, auch Neueinsteiger, sind willkommen“, sagt Stephan Röhrl, der seit Kindheitstagen ein begeisterter Judosportler ist. Ziel sei es, den Trainingsbetrieb weiterhin aufrecht zu erhalten. „Wir sehen das ganze eher als Fitnesstraining, haben keine Ambitionen, an Wettkämpfen teilzunehmen.“ Als Trainer fungieren Christian Müller und seine Frau Sonja, die zudem im Kindertraining mithilft. „Der jüngste Teilnehmer ist zwölf, der älteste 64.“ Bereits am 4. Januar steht der erste wichtige Termin im Jahr 2018 an, nämlich die Abteilungssitzung mit Neuwahlen. Im Frühjahr wird ein Schnupperkurs angeboten, der sich über fünf Abende erstrecken soll. „Natürlich wollen wir auch den Nachwuchsbereich weiter forcieren und die Tradition einer guten Jugendarbeit fortführen. Es geht wieder aufwärts!“, sagt Stephan Röhrl.Sportlich gut läuft es bisher sehr gut für die erste Herrenmannschaft der Tischtennisabteilung. In der zweiten Kreisliga belegen die Wörther Rang zwei. „Unser Ziel ist der Aufstieg!“, erklärt Michael Mauerer, der Top-Spieler des Teams. In der aktuellen Saison hat er schon wieder 30 Siege auf dem Konto. „Für mich persönlich lief das Sportjahr 2017 sehr gut. In Einzel und Doppel zusammen komme ich auf rund 70 Siege. So könnte es weitergehen.“Zudem freut er sich auf die weiteren Module der C-Trainer-Ausbildung, die er aktuell mit Daniel Beck und Matthias Amann absolviert. „Die Qualität unseres Trainings, auch im Jugendbereich, wird sich im Anschluss an die wirklich tolle Ausbildung sicherlich deutlich erhöhen. Wir drei nehmen unwahrscheinlich viel mit.“ Im Jugendbereich geht es seit etwa zwei Jahren wieder etwas aufwärts. Für die Rückrunde sind Freundschaftsspiele geplant. „Es gilt, am Ball zu bleiben, noch mehr Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern.“Karl Geier ist nicht nur Leiter der Kegelabteilung, sondern auch sportlich das Aushängeschild. Allerdings ist der mehrmalige deutsche Meister und Champions League-Sieger mit Bamberg seit Monaten verletzt, wird wohl auch in der anstehenden Rückrunde nicht am Start sein können. Dabei stehen wichtige Entscheidungen an. „Unsere erste Herrenmannschaft ist derzeit Dritter in der Regionalliga Mittelfranken/Oberpfalz. Diese Liga wird nach der Saison aufgelöst. Die ersten Fünf qualifizieren sich für die Landesliga, steigen somit auf, die restlichen Teams müssen runter. Wir werden alles daran setzen, um unter den Top-Fünf zu landen.“ Im Moment zählt die Kegelabteilung etwa 40 aktive Kegler. Aus der Jugend rücken nur sporadisch neue Kegler nach. „Hoffnung legen wir auf die Ferienaktion, die wir im Frühjahr gemeinsam mit den Schützen und Jugendpfleger Peter Weigl abhalten werden. Vielleicht bleibt uns ja der eine oder andere erhalten.“ Geier hofft, dass alle fünf Teams ihre Ziele erreichen. Aktuell sind drei Herren- und zwei Damenformationen im Spielbetrieb. – sam –

DONAU-POST, 30. DEZEMBER 2017