Mit Judo in Bewegung kommen und bleiben

Am Wochenende des 17./18.11.18 machten sich vier Judoka des TSV Wörth auf den Weg, um von zwei bekannten und hochgraduierten Judoka neue Ideen und Methoden in verschiedenen Techniken im Judo zu erfahren. Es ging nach Bubenreuth bei Erlangen (Bezirk Mittelfranken), wo seit einigen Jahren Frank Wienecke und Ulrich Klocke Weiterbildungslehrgänge für den Judosport durchführen. Beide Ausbilder haben den 8. Dan (rot-weißer Gürtel) von denen es weniger als 10 Träger in Deutschland gibt. Der höchste Grad im Judo ist der 10. Dan.

Frank Wienecke (*1962) ist einer der erfolgreichsten deutschen Judoka. Er war unter anderem Sieger bei den olympischen Spielen in Los Angeles 1984 und zweiter bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988. Nach weiteren Titeln als Deutscher Meister und Europameister waar der Diplom-Sportlehrer und Diplomtrainer Judo im späteren Verlauf auch als Bundestrainer im Judo erfolgreich tätig und ist Referent bei der Ausbildung von Bundestrainern in allen Sportarten.

Ulrich Klocke (*1948) ist Mitglied der Expertengruppe im DJB zur Entwicklung der Kyu- und Danprüfungsordnung. Er ist Autor der offiziellen Lehrbücher des Deutschen Judo-Bundes e. V.  zu den Prüfungsordnungen sowie weiterer Judo-Lehrbücher und Fachartikel zu Judotechniken und ‑methodik. Des Weiteren ist der freiberufliche Judolehrer Leiter von zahlreichen Lehrgängen zur Trainerausbildung im Deutschen Judo-Bund und auch in anderen europäischen Ländern.

Der erste Lehrgangstag begann mit koordinativen Aufwärmübungen und dem Verbessern der großen Judorollen, die für die anschließende Ausführung von verschiedenen Varianten des Tomoe-nages und Yoko-tomoe-nages („Opferwürfe“ unter Aufgabe des eigenen Gleichgewichts)  in unterschiedlichen Ausgangs- und Wettkampfsituationen benötigt wurden. Danach wurden Grundprinzipien von Angriffen in der Bodenlage aus verschiedenen Situationen geübt, gefolgt von „Uchi-Mata, wie er heutzutage geworfen wird“. Beim Uchi-Mata hebt Tori (Angreifer) Uke (Verteidiger) mit einem nach hinten schwingenden Bein aus. Dabei zieht er am Arm des Partners und wirft ihn über Hüfte und Oberschenkel nach vorne. Abgerundet wurde das Programm noch mit Techniken aus der Selbstverteidigung, bei denen man seinen Angreifer mit Armhebeln vom Stand in die Bodenlage zwingen kann.

Den zweiten Lehrgangstag starteten die Teilnehmer mit Übungen zur Verbesserung der Griffkraft, Griffaufnahme und auch zum Lösen des Griffs des Angreifers, um sich im Wettkampf einen Vorteil zu verschaffen. Danach wurde verstärkt auf das Thema “Bewegt ÄLTER werden mit Judo“ eingegangen, denn Judo ist nicht nur eine Sportart für Kinder und Jugendliche sondern bietet auch eine hervorragende Möglichkeit für Erwachsene und Senioren, um im Alter beweglich und geistig fit zu bleiben.

Das neu erworbene Wissen werden die Wörther Judoka nun in das Kinder- und Jugendtraining dienstags von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr und das Jugend-/Erwachsenen-/Seniorentraining, donnerstags von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr einfließen lassen, zu dem auch Anfänger jeden Alters herzlich willkommen sind.

Viele Grüße,

Eure Judoabteilung des TSV Wörth